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Leseprobe
Wie sag ich es meinem Arbeitgeber?
Wichtig ist, dass Sie sich der Außergewöhnlichkeit Ihres Wunsches nach einer Auszeit bewusst sind. Eine Auszeit über mehrere Monate oder sogar einem Jahr ist auch heute in den meisten deutschen Unternehmen eine Ausnahme. Unternehmen, die dies proaktiv anbieten, haben meistens die vertraglichen Konditionen ausgearbeitet und zum Abschluss vorbereitet. In diesem günstigen Fall können Sie dieses Kapitel schnell überfliegen.
Es richtet sich vorrangig an festangestellte Arbeitnehmer, deren Arbeitgeber eine Auszeit nicht von Haus aus anbieten, und die sich für eine Urlaubsvereinbarung statt Kündigung entscheiden. Überlegen Sie sich gut, ob Sie Ihren Job hinterher bei dem gleichen Arbeitgeber weiterhin ausüben wollen oder nicht. Wenn Sie Ihrem Job und dem Unternehmen positiv gegenüberstehen, dann versuchen Sie, eine Urlaubsvereinbarung mit Ihrem Arbeitgeber zu schließen. Das hat den großen Vorteil, dass Sie sich während Ihrer Auszeit nicht mit dem Thema Jobsuche beschäftigen müssen. Und das schafft viel geistigen und zeitlichen Freiraum.
Auf das Gespräch mit dem Arbeitgeber muss man sehr gut vorbereitet sein. Das Wichtigste ist, dass Sie sich im Klaren sind, was Sie wollen. Vor allem folgende Punkte sollten Sie sich gut überlegt haben:
Was sind meine Gründe für eine Auszeit?
Burnout, lang ersehnter Traum, Weltreise, Weiterbildung etc. sind hier beispielsweise anzuführen. Wobei ich persönlich bei dem Punkt „Burnout“ vorsichtig wäre, denn um ein Burnout zu „beheben“, braucht man nicht unbedingt ein Jahr Auszeit. Ihre Gründe müssen also schlüssig sein und zu der gewünschten Zeitspanne passen.
Wann möchte ich die Auszeit nehmen, und wie lange?
Sie sollten bezüglich des Zeitraumes zwar Ihre Wünsche vorbringen, aber dennoch eine gewisse Flexibilität beibehalten. Das ist wichtig, denn je nach geplanter Länge der Auszeit und Ihrer Position im Unternehmen, muss gegebenenfalls Ihre Stelle neu oder vorübergehend besetzt werden. Dafür benötigt die Personalabteilung Zeit, die Sie einplanen sollten. Als Faustregel gilt: Sprechen Sie Ihre Pläne genau so lange vorher an, so lange auch Ihre Auszeit dauern soll. Das heißt, möchten Sie ein Jahr raus aus dem Job, kündigen Sie das ca. ein Jahr vorher an.
Über den gewünschten Zeitpunkt und die Länge der Auszeit müssen Sie sich selbstverständlich klar werden und dabei gegebenenfalls auch private Dinge berücksichtigen.
Wer kann meinen Job in der Zwischenzeit machen?
Ob Ersatz für Sie benötigt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Machen Sie sich vor dem Gespräch Gedanken darüber, wer Sie ersetzen könnte oder Ihre Arbeit übernehmen könnte. Ob Ihre Stelle letztendlich aus eigenen Reihen, extern oder gar nicht nachbesetzt wird, entscheidet selbstverständlich die Personalabteilung. Dennoch sind konstruktive Ideen in einem Erstgespräch hilfreich.
Wann und wie möchte ich wiedereinsteigen?
Auch über diesen Punkt müssen Sie sich Gedanken machen. Bestehen Sie auf Ihren derzeitigen Job oder sind Sie flexibel? Ein kleiner Tipp: Gewähren Sie dem Arbeitgeber eine gewisse Flexibilität, allerdings nur soweit, dass Sie nicht das Gefühl haben durch Ihre Auszeit degradiert zu werden. Machen Sie Ihrem Chef klar, dass Sie unbedingt wieder ins Unternehmen einsteigen wollen, wenn möglich auf Ihrer derzeitigen oder einer vergleichbaren Position. Vielleicht spielen Sie auch schon lange mit dem Gedanken, in einen anderen Bereich zu wechseln? Auch das kann eine gute Chance nach Ihrer Auszeit sein.
Geben Sie sich auf jeden Fall Zeit bis die Idee in Ihrem Kopf und im Herzen gereift ist und Sie sich sicher genug fühlen, das Thema bei Ihrem Arbeitgeber auf den Tisch zu bringen.
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Auszug aus dem Tagebuch V
03.06.2006 Traumwelt
Und nochmal der 03.06.2006 – das ist schon komisch. Statt 10 Stunden vor sind wir nun 12 Stunden nach deutscher Zeit. (Auf dem Flug von Fiji auf die Cook Inseln haben wir die Datumsgrenze überquert.)
Unser Bungalow ist sehr schön und idyllisch nicht weit vom Muri Beach gelegen mit Blick auf kleine vorgelagerte Inseln, sogenannte Motus. Bei Ebbe können wir zu Fuß durchs kniehohe, glasklare Wasser zu den Motus waten. Dabei müssen wir auf die vielen Seegurken aufpassen, die auf unserm Weg den Meeresboden säumen.
Von unserer Terrasse genießen wir den Meeresblick und das traumhafte Südsee-Feeling. Wir erkunden das Angebot auf dem Markt in Avura, auf dem es Früchte, Schmuck, Sarongs, Handwerk und vieles mehr gibt. Die Preise im Supermarkt schocken uns allerdings. Die Produkte werden aus Neuseeland importiert und sind sehr teuer.
Bereits bei der halbstündigen Inselrundfahrt mit dem öffentlichen Bus gefällt uns diese grüne, tropische Insel sehr gut. Nachmittags sind wir am Muri Beach entlang spaziert, ein traumhaft schöner Südseestrand, an dem man ewig verweilen möchte.
07.06.2006 Tanz auf Rangiroa
Um 12 Uhr startet unser Flug von Tahiti nach Rangiroa mit Air Tahiti. Eine Stunde und einige schöne Luftaufnahmen später landen wir auf Rangiroa, dem zweitgrößten Atoll der Welt. Ganze 8 km Straße und zwei kleine Orte gibt es hier, dafür ganz viel türkisblaues Wasser in der Lagune und unglaublich, aber wahr: Mietwagen von Europcar! Unser erster „Trip“ geht in das ca. 4 km entfernte wunderschöne Hotel „Kia Ora“. Per Anhalter kommt man gut und sicher von A nach B. Es gibt schließlich nur eine Straße, die auf beiden Seiten vom Wasser gesäumt ist. Angekommen im Nobel-Hotel „Kia Ora“ entschließen wir uns, die Umgebung ein wenig zu erkunden und spazieren am Ufer entlang. In einem ganz kleinen Dörfchen treffen wir auf einheimische Bewohner, die gerade Tänze für eine Tanzshow im Hotel „Kia Ora“ einstudieren. Das ist herrlich anzusehen und anzuhören. Selbst die ganz jungen Bewohner des Dorfes sind mit großem Eifer dabei – sehr süß. Wir haben praktisch unsere Privatvorstellung bekommen, bevor wir sie in ihren wunderschönen Kostümen später auf der Terrasse des Hotels bewundert haben. Für die Rückfahrt zu unserem Hotel haben wir eine Gruppe Italiener getroffen, die uns auf ihrem Pick-up mitgenommen hat – ein tolles Gefühl: der laue Fahrtwind vom Meer, der Sternenhimmel über uns ... und das auf einem Atoll mitten in Französisch-Polynesien.
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